Frauenkirche Dresden
Vertragsabschluß: 13.11.1732, Abnahme: 22.11.1736, Zerstörung: 15.2.1945

Disposition:




Hauptwerk

Oberwerk

Brustwerk

Pedalwerk

Prinzipal 16'

Qvinta dena 16'

Gedackt 8'

Groß Untersatz 32'

Octav Prinzipal 8'

Prinzipal 8'

Prinzipal 4'

Prinzipal Baß 16'

Rohr Flöte 8'

Gedackt 8'

Rohr Flöte 4'

Oktaven Baß 8'

Violdigamba 8'

Quinta dena 8'

Nassat 3'

Oktaven Baß 4'

Oktave 4'

Oktave 4'

Oktave 2'

Mixtur 6fach

Spitz Flöte 4'

Flöte 4' (Rohrflöte)

Gemshorn 2'

Posaune 16'

Qvinta 3'

Nassat 3'

Qvinta 1 1/3 '

Trompeten Baß 8'

Oktava 2'

Oktave 2'

Sufflett 1'

Clarin Baß 4'

Tertia aus 2'

Sechst Qvint altra 4/5'

Mixtur 3fach


Cornett 5fach

Mixtur 4fach

Chalumeaux 8'


Mixtur 4fach

Vox Humana 8'



Cymbeln 3fach




Trompete 8'

Schwebung

Tremulant

Koppeln

Fagott 16'



BW - HW




OW - HW

Tremulant



HW - PW


Die über dem Altar angeordnete Orgel schuf Gottfried Silbermann 1732 bis 1736. Sie wurde 1945 völlig zerstört. An ihrer Stelle wird in der wiederaufgebauten Frauenkirche eine neu gebaute Orgel erklingen.
Der Orgelprospekt stammt von George Bähr und wurde von Johann Christian Feige ausführt. Die Orgel wurde am 22. November 1736 übergeben und in einem Festgottesdienst bereits drei Tage später feierlich geweiht. Bei dieser Gelegenheit nutzten die Chöre und Musiker die räumliche Möglichkeit beim Musizieren in der Frauenkirche, wie diese schon George Bähr in seinem ersten Frauenkirchenentwurf vorsah, mit dem Gesang aus der obersten Kuppel. Schon am 1. Dezember des Jahres 1736 spielte Johann Sebastian Bach (1685-1750) auf diesem Instrument.

Die Orgel erfuhr etliche Reparaturen und mehrfache Umbauten. Als die wichtigsten sind hier hervorzuheben:

Nach all diesen Umbauten müßte man heute, wenn die Orgel in dem Zustand von 1943 erhalten geblieben wäre, sicher einen Vermerk im Verzeichnis ähnlich wie bei der Oboerbobritzscher Orgel hinzufügen: Die Orgel kann nach umfangreichen Eingriffen nicht mehr als Silbermannorgel bezeichnet werden.

Bei den Planungen für den Bau der Orgel wird in ihrer Gliederung in Manualwerke und Pedal sowie mit ihrer mechanischen Traktur an das Werk und die Ideen Gottfried Silbermanns angeknüpft. Die äußere Gestalt wird als Rekonstruktion des von George Bähr entworfenen Orgelprospektes von 1736 ausgeführt.