Freiberger
Dom, kleine Orgel
Disposition:
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Manual C-c3 |
Pedal |
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Principal 8' |
Subbaß 16' |
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Gedackt 8' |
Posaunenbaß 16' |
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Octava 4' |
Trompetenbaß 8' |
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Rohrflöte 4' |
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Nasat 3' |
Nebenzüge |
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Octava 2' |
Tremulant |
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Qvinta 1 1/2' |
Pedalkoppel |
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Sufflet 1' |
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Cornett 3fach (ab c1) |
Tonumfang |
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Mixtur 3fach |
Manual C-c3 |
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Cimbel 2fach |
Pedal C-c1 |
Die kleine
Silbermann-Orgel auf dem Lettner des Freiberger Domes gehört mit
ihren 14 Registern, verteilt auf ein Manual und Pedal, zu den
kleineren Werken des Meisters. Das ursprünglich für die
Freiberger St. Johannis Kirche gefertigte Instrument gelangte erst im
Januar 1939 in den Freiberger Dom. Der Kontrakt über den Bau der
Orgel, wurde am 11. April 1718 unterzeichnet. Die Orgelweihe erfolgte
vermutlich im Juli 1719. Die Bemalung des Gehäuses und die
Vergoldung der Ornamente wurden im Jahre 1720 vom Maler Johann
Christian Buzäus abgeschlossen. Die originale Stimmtonhöhe
betrug 465 Hz.
Im Jahre 1773, also 54 Jahre nach seiner Erbauung,
renovierte Adam Gottfried Oehm die Orgel. Hierbei handelte es sich
sicherlich um jenen Adam Gottfried Oehme, der nach dem Tode
Silbermanns dessen Werkstatt zusammen mit Johann Georg Schön
weiterführte. 1857 führte Karl Traugott Stöckel aus
Dippoldiswalde eine Reparatur und Reinigung des Instrumentes durch,
bei der erste Veränderungen vorgenommen wurden. Es erfolgte eine
Einstimmung in "gleichschwebende Temperatur", eine
Pedalkoppel wurde eingebaut, die originale Pedalklaviatur wurde durch
eine neue ersetzt und die originalen Spanbälge wurden durch
Kastenbälge ersetzt.
Im Jahre 1938 wurde das Instrument in
der St. Johannis Kirche abgebaut. "Wind, Regen und Schnee
dringen durch die zerbrochenen Fenster und durch das defekte Dach in
das Innere der Kirche", heißt es in einem damaligen
Bericht. Der Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Werner
Hartenstein und des Domkantors Arthur Eger ist es zu verdanken, daß
sich das Instrument heute im Dom befindet. Die Bautzner Firma Eule
überholte die defekten Teile in der Werkstatt und baute die
Orgel in den Januartagen des Jahres 1939 an ihrem heutigen Standort,
auf der linken Seite des Lettners, wieder auf. Hierbei erfuhr das
Instrument einige weitere Veränderungen. Durch Umhängen der
Traktur, Einfügen von Cis in die Manual- und Pedalklaviatur und
dem Neubau der Töne C und D, die auf Zusatzladen positioniert
sind, wurde das Instrument auf Kammertonhöhe gebracht. Die
Stöckelschen Kastenbälge wurden nicht mehr verwendet und
die Orgel erhielt einen kleineren, im Orgelpodest untergebrachten
Balg. Ein Elektroventilator zur Winderzeugung wurde in einer Nische
des Mauerwerkes hinter der Orgel installiert. In den Monaten Januar
bis Mai des Jahres 1997 wurde die Orgel von der Firma Jehmlich
Orgelbau Dresden generalüberholt und in Teilen restauriert. Aus
gemeindepraktischen Gesichtspunkten wurden Stimmtonhöhe und
gleichstufige Temperierung, zusammen mit den damit einhergehenden
technischen Einbauten, belassen.